SCHAM-LOS – zwischen Scham und Schamlosigkeit, zwischen Verbergen und Sichtbarwerden, zwischen Schutz und Entgrenzung.
Scham gehört zu den grundlegendsten menschlichen Affekten. Sie schützt, begrenzt und verbindet uns mit unserem sozialen Gegenüber. Zugleich kann sie lähmen, Beziehungen erschweren und Entwicklungsmöglichkeiten einschränken. Wo Scham fehlt oder abgewehrt wird, entstehen andere Dynamiken: Enthemmung, Grenzüberschreitung, exhibitionistische Inszenierungen oder der Verlust von Empathie.
In einer Zeit, in der Intimität öffentlich wird, soziale Medien neue Formen von Sichtbarkeit schaffen und gesellschaftliche Normen im Wandel begriffen sind, gewinnt die psychoanalytische Auseinandersetzung mit Scham und Schamlosigkeit neue Aktualität. Wie entsteht Scham? Welche Funktion erfüllt sie in der psychischen Entwicklung? Wie zeigt sie sich in der analytischen Beziehung? Und was geschieht, wenn Scham nicht erlebt werden kann oder bewusst verleugnet wird?
Der Kongress lädt Psychoanalytiker:innen, Psychotherapeut:innen sowie Interessierte aus angrenzenden Disziplinen ein, die vielfältigen Erscheinungsformen von Scham zu erkunden. In Vorträgen, Fallseminaren und Diskussionen werden klinische, theoretische, kulturelle und gesellschaftliche Perspektiven miteinander ins Gespräch gebracht.
Die Jahrestagung wurde als Fortbildungsveranstaltung gem. § 95 d SGB V bei der Psychotherapeutenkammer Bayern mit Fortbildungspunkten beantragt.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf einen lebendigen Austausch zum Thema SCHAM-LOS.
Alle weiteren Informationen entnehmen Sie der Webseite.