Geschichte der D3G

Im Jahr 2008 begannen die ersten Gespräche über einen Zusammenschluss der drei gruppenanalytischen Sektionen (Analytische Gruppenpsychotherapie, Klinik und Praxis, Intendierte Dynamische Gruppenpsychotherapie) innerhalb des Deutschen Arbeitskreises für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG). Diese führten am 15. Oktober 2011 in Berlin zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G) in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Damals noch mit 138 Mitgliedern und heute inzwischen schon mit knapp 600 Mitgliedern.

Die D3G setzt sich für die Interessen und fachlichen Belange ihrer Mitglieder ein und fördert die Anwendung von Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie in Psychotherapie, Krankenversorgung, sozialer Arbeit, Gesundheits- und Bildungswesen, Beratung, Supervision, Organisationsentwicklung, Forschung, Lehre sowie in Kultur und Politik.

Gründung des Beirats der Aus- und Weiterbildungsstätten

Am 18.11.2012 trafen sich in Berlin Vertreter der D3G-Aus- und Weiterbildungsstätten zur Gründung des Beirats der Weiterbildungsstätten.

Anwesend waren je ein/e Vertreter:in der angemeldeten Institute, der Vorsitzende und ein weiteres Mitglied der Weiterbildungskommission, ein Vertreter des E.G.A.T.I.N. sowie der gesamte D3G-Vorstand.

Nach der Vorstellung der Institute und dem Austausch über die Ziele und Aufgaben des Beirats in Kleingruppen wurden Klaus Augustin (Hamburg) als Vorsitzender und Christiane Rösch (Zürich) als stellvertretende Vorsitzende gewählt.

Von der Sektion AG im DAGG zur D3G – ein Transformationsprozess

Artikel von Peter Döring und Werner Knauss in Gruppenpsychother. Gruppendynamik 49/2013, 69-94 (Mit freundlicher Genehmigung von Vandenhoeck & Ruprecht)


Zusammenfassung:


Als Beteiligte beschreiben wir den Veränderungsprozess innerhalb der Sektion Analytische Psychotherapie (Sektion AG) des Deutschen Arbeitskreises für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG). Geschichte hat viele Perspektiven: Wir geben unsere Sichtweise anhand von Protokollen, E-Mails und persönlichen Erinnerungen wieder und laden andere ein, ihre Sichtweisen zu teilen. Unser Ziel ist der Austausch über die gemachten Erfahrungen, um sie zu bewahren und für zukünftige Situationen daraus zu lernen.

Wir waren in unterschiedlichen Rollen am Veränderungsprozess beteiligt, der zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G) führte. Peter Döring wurde am 03. Mai 2008 als stellvertretender Sektionsleiter gewählt, gemeinsam mit Kurt Höhfeld als Sektionsleiter und Ulrich Schultz-Venrath als weiterem Stellvertreter. In dieser Funktion war er an allen Aktivitäten beteiligt, die zunächst den Status quo innerhalb des DAGG und der Sektion AG hinterfragten und schließlich auf die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft hinwirkten. Werner Knauss, früherer Leiter der Sektion AG, stand dieser Entwicklung zunächst kritisch gegenüber und bevorzugte eine Neugründung ausschließlich aus der Sektion AG heraus.

Nach einer fast zweijährigen, konfliktreichen Umbruchsphase innerhalb der Sektion AG arbeiteten wir gemeinsam in der Satzungskommission für die neue Gesellschaft. Wir schildern die Vorgeschichte innerhalb des DAGG, die Konflikte und Umbrüche in der Sektion AG sowie die spätere Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Sektionen Gruppenmethoden in Klinik und Praxis (Sektion KuP) und Intendierte Dynamische Gruppenpsychotherapie (Sektion IDG) in der Satzungskommission. Am Ende vieler emotionaler und inhaltlicher Klärungsprozesse stand eine von der breiten Mehrheit getragene Satzung, auf deren Grundlage die Deutsche Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G) gegründet wurde.