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Gruppenanalytische Supervision – Bericht von der Fachtagung im Oktober 2015 in Berlin

Die Fachgruppe gruppenanalytische Supervision und Organisationsberatung der D3G führte ihre erste Fachtagung am 11. Oktober 2015 in Berlin durch. Der Titel war: Gruppenanalytische Supervision – Begegnung in Auseinandersetzung, Zusammenhalt und Innovation. Hier ist der erste Bericht.

Gruppenanalytische Supervision – Begegnung in Auseinandersetzung, Zusammenhalt und Innovation

 

Vom 09. bis 11. Oktober 2015 fand in Berlin die 1. Fachtagung der Fachgruppe Gruppenanalytische Supervision und Organisationsberatung der D3G statt.
Das Thema „Gruppenanalytische Supervision – Begegnung in Auseinandersetzung, Zusammenhalt und Innovation“ wurde unter verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Settings beleuchtet.

Die Fachtagung positionierte sich zwischen Anknüpfung und Wiederaufbruch und verstand sich bewusst als die Erste ihrer Art im Rahmen der D3G; gleichzeitig bot sie Raum zur Rückbesinnung auf die Tradition der Supervisionstagungen im Rahmen des DAGG.

 

Für diesen Brückenschlag zwischen Tradition und Zukunft standen insbesondere Marita Barthel-Rösing, Hella Gephart, Rudolf Heltzel, Rolf Haubl, Wolfgang Weigand und Heribert Knott mit ihren Beiträgen.
Angeschnitten wurden die aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen, in denen gruppenanalytische Supervision zwischen sozialer Verbundenheit und sozialen Auflösungsprozessen stattfindet; angesprochen wurden die Grundlagen gruppenanalytischer Supervision; diskutiert wurden die Möglichkeiten gruppenanalytischer Supervision in Zeiten der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit.

 

Neben diesem Input in Plenarvorträgen, Podiumsdiskussionen und Expertengesprächen sah das Konzept der Tagung intensive Diskussionen in zehn Arbeitsgruppen vor, von denen letztlich folgende sechs Gruppen stattfanden:
- Kollegiale Kooperation und Begegnung in der organisationsbezogenen Beratung (Rudolf Heltzel, Joost Kokai);

 

- Wie viel Unbewusstes verträgt die Justiz? (Heike Düwel, Harald Küster);

 

- Begegnung mit Träumen in der Supervision (Marga Löwer-Hirsch, Beate West-Leuer);

 

- Begegnung mit Widerstandsprozessen in der Team- und Gruppensupervision (Erdmute Bartsch, Hans Joachim Eberhard);

 

- Forschung – eine black box in Gruppenanalytischer Supervision und Organisationsberatung (Rolf Haubl, Ulrich Schultz-Venrath);

 

- Das Unbewusste der Supervisorin mischt sich ein – Supervision im Non-Profit-Bereich und in Unternehmen (Ruth Beckenbauer, Christiane Schlossarek).

 

Ich selbst machte intensive Erfahrungen im Workshop “Begegnung mit Träumen in der Supervision“, in dem den Teilnehmenden eine kompetente uns alle einbeziehende Einführung in das Konzept des social dreaming geboten wurde. 
Raum zur Reflexion der vielfältigen Eindrücke boten die drei von Dietlind Köhncke sensibel geleiteten Großgruppen.

 

Und nicht vergessen sollte man, dass Christiane Schlossarek und Heike Düwel als Mitglieder der Planungsgruppe souverän und ordnend durch die Tagung führten.

 

Darüber hinaus gab es in jeder Pause nicht nur die Möglichkeit zum kurzen Austausch mit alten Bekannten oder zu einem Blick in die Vielfalt der Auswahl an den Büchertischen, sondern auch erstklassige kulinarische Versorgung. 

 

Angela Schmidt-Bernhardt, Marburg im Oktober 2015

 

 

 

Hier können Sie den Bericht herunterladen


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