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4. Wissenschaftliche Tagung des Beirats für Wissenschaft und Forschung

wir laden Sie herzlich ein zur vierten Jahrestagung des Beirats für Wissenschaft und Forschung der D3G, die in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt University of Applied Sciences am 28.-29.Oktober 2016 in Frankfurt am Main an der Frankfurt University of Applied Sciences, Fr. 16 Uhr bis Sa. 13 Uhr stattfinden wird.

Nachdem im letzten Jahr mit der Frage nach der Wirksamkeit der Gruppenpsychotherapie die klinische Gruppenanalyse im Vordergrund stand, wenden wir uns mit der diesjährigen Tagung den nichtklinischen Anwendungsfeldern der Gruppenanalyse zu. Themenschwerpunkt ist diesmal die Frage nach der Bedeutung der Gruppenanalyse für die Soziale Arbeit und die Pädagogik. Wir stellen diese Frage angesichts von rasanten Veränderungen und Umbrüchen in unserer Gesellschaft. Während noch vor einigen Jahren Veränderungen vorwiegend unter dem Aspekt der mit ihnen verbundenen Chancen und Möglichkeiten gesehen wurden, tritt in den letzten Jahren die Angst in den Vordergrund, dass „nichts bleibt, wie es ist“. 

 

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen durch Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel u.a. richten wir die Aufmerksamkeit insbesondere auf die sogenannte Flüchtlingskrise und – am Beispiel von Pegida – auf das Erstarken nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen. Kann die Gruppenanalyse in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und Pädagogik etwas zum Verstehen dieser Entwicklungen beitragen und praktische Antworten auf diese Krisen finden? Dabei denken wir auch an mögliche Konsequenzen für die professionelle Ausbildung und die Lehre und Forschung, insbesondere an den Fachhochschulen.

 

Angela Moré und Hermann Staats werden – in das Tagungsthema einführend - aus ihren Erfahrungen und Projekten zur Arbeit mit Gruppen an Fachhochschulen berichten. Yvonne Brandl stellt ihr aus Mitteln der D3G gefördertes Forschungsprojekt zur unbewussten Professionssozialisation im Rahmen hochschulspezifischer Lernsettings vor. Karin Weiss wird als ehemalige Fachhochschulprofessorin in Potsdam und als langjährige Integrationsbeauftragte in Brandenburg und in Rheinland-Pfalz die  „Flüchtlingskrise“ und die damit verbundenen neuen Anforderungen an die Hochschulen thematisieren. Holger Brandes untersucht schließlich als Gruppenanalytiker die Pegida-Bewegung aus der Perspektive des engagierten Bürgers und Rektors der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit in Dresden. 

 

Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Jahrestagung begrüßen zu dürfen und mit Ihnen eine so brandaktuelle Thematik in ihrer Bedeutung für die Gruppenanalyse zu diskutieren.


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